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695 Jahre Hof-Apotheke Heidelberg – unsere Geschichte

Seit über sechs Jahrhunderten begleitet die Hof-Apotheke Heidelberg Menschen in der Kurpfalz – vom mittelalterlichen Hofapotheker bis zur modernen Apotheke am Bismarckplatz. Die wichtigsten Stationen im Überblick.

ab ca. 1330 Die Anfänge

Hofapotheker in Diensten der Pfalzgrafen

Die Wurzeln der Hof-Apotheke reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück: Mit dem Vertrag von Pavia (1329) verlegten die Pfalzgrafen ihre Residenz nach Heidelberg. Bereits um 1330 werden Hofapotheker im Gefolge der Pfalzgrafen genannt – sie versorgten Hof und Stadt mit Arzneien.

Apotheker im 14. Jahrhundert – Anfänge der Hof-Apotheke (KI-Abbildung)
1387–1406 Am Marktplatz

Die Hof-Apotheke zieht ins „Steinhaus am Markt“

1387 wird der erste Apotheker der Hof-Apotheke urkundlich erwähnt. 1404 erwirbt Johannes Schöntal das „Vizdumshaus“, das Steinhaus am Marktplatz gegenüber der Heiliggeistkirche (heute Hauptstraße 190). 1406 wird das Haus mit Zustimmung des Pfalzgrafen erneuert – für fast 480 Jahre bleibt dies der Standort der Hof-Apotheke.

Urkunde des Königs zur Genehmigung des Um- und Ausbaus des Gebäudes
1520–1600 Zeit der Sprenger

Von Schöntal zu Sprenger – eine Gelehrten-Apotheke

1520 geht die Hof-Apotheke durch Erbbelehnung an Hans Sprenger und Hans Virdung über. Die Familie Sprenger prägt die Apotheke über mehrere Generationen. Philipp Stephan Sprenger wird 1597 sogar Lehrer der Botanik an der Universität und gibt einen Katalog des Heidelberger Botanischen Gartens heraus.

KI-generiert: Philipp Stephan Sprenger
1600–1700 Kriegszeiten

Dreißigjähriger Krieg, Verlagerungen und Neubeginn

Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) und die Besetzung Heidelbergs treffen auch die Hof-Apotheke. Besitzerwechsel und Erbfragen prägen diese Zeit: Unter anderem sind die Familien Sprenger, Laurelius, Vors und Nebel mit der Hof-Apotheke verbunden. Trotz Kriegswirren bleibt die Versorgung der Bevölkerung und des Hofes gewährleistet.

Conrad Daniel Nebel, Daniel Nebel, Johann Heinrich Henking (v.l.)
1730–1780 Zunft & Rechte

Zunftpflicht, starke Persönlichkeiten und neue Rechte

Im 18. Jahrhundert übernehmen nacheinander Walsdorf, Treviran und schließlich die Familie Henking die Hof-Apotheke. Apotheker Johann Christian Treviran führt sie sehr erfolgreich und setzt sich für die Wahrung ihrer Lehensrechte ein. 1732 werden Apotheker zwangsweise zunftpflichtig – Walsdorf kann als Lehensträger eine Ausnahme durchsetzen.

Platzhalter: Handschriftliche Urkunden / Zunftsymbol
1803–1855 Neues Recht

Vom kurfürstlichen Lehen zum freien Eigentum

Nach politischen Umbrüchen und der badischen Zeit bleibt die Familie Henking zunächst Inhaberin der Hof-Apotheke. 1855 wird das Lehen gegen Zahlung einer Ablösesumme in freies Eigentum umgewandelt – ein Meilenstein, der den Weg für spätere Verkäufe und Investitionen ebnet.

Eduard Henking konnte das Lehen in freikäufliches Eigentum umwandeln
1862–1877 Umzug an den Bismarckplatz

Carl Leimbach und der mutige Schritt Richtung Westen

1862 übernimmt Apotheker Carl Leimbach die Hof-Apotheke. Mit Blick auf die sich westwärts verlagernde Stadtentwicklung erwirbt er das frühere Hotel „Du Nord“ in der Sofienstraße 11. 1877 genehmigt die Regierung die Verlegung: Die Hof-Apotheke zieht von der Hauptstraße 190 an den heutigen Standort am Bismarckplatz – ein tiefgreifender Einschnitt in die Tradition und zugleich die Basis für ihre verkehrsgünstige Lage.

Carl Leimbach
1908–1930er Familie Hof

„Ehem. Kurpfälzische Hof-Apotheke von Dr. Carl Hof“

1908 verkauft Dr. Hugo Glaßner die Hof-Apotheke an Dr. Carl Hof. Unter seinem Namen wird sie im Handelsregister geführt. 1911 erfolgt ein umfangreicher Umbau: Das ehemalige Hotel wird zu einem modernen Apothekengebäude umgestaltet – in der äußeren Form, die bis heute erkennbar ist.

Fassade um 1908
1945–1979 Wiederaufbau & Moderne

Labor-Apotheke, Kriegsjahre und Fassadenumbauten

Nach dem Zweiten Weltkrieg führen Dr. Wolfgang Hof und Dr. Carl Werner Hof die Apotheke gemeinsam weiter. Das Labor gewinnt große Bedeutung – zahlreiche Eigenpräparate und Stada-Arzneimittel werden hier hergestellt. 1964 wird die Fassade modernisiert und eine zweite Eingangstür geschaffen, 1973 folgt ein großer Umbau der Offizin. 1979 wird die Fassade in Abstimmung mit dem Denkmalschutz wieder stärker an das historische Erscheinungsbild angepasst.

Innenansicht Offizin 1952
seit 1976 Gegenwart

Tradition in Familienhand – die Hof-Apotheke ab 1976

Ab 1976 führten Apothekerin Brigitte Haag-Hof und Apotheker Dr. Dieter Hof gemeinsam die „Ehem. Kurpfälz. Hof-Apotheke von Dr. Carl Hof“. Mit einem Bewusstsein für die über 650-jährige Geschichte und einem klaren Blick nach vorne entwickelten sie die Apotheke kontinuierlich weiter – als modernen, beratungsstarken Gesundheitsdienstleister im Herzen Heidelbergs.

Brigitte Haag-Hof und Dr. Dieter Hof
2005–2025 Moderne

Aufbruch in die Moderne – Übernahme durch Oliver Teichmann

Bis 2005 führten Brigitte Haag-Hof und Dr. Dieter Hof die Hof-Apotheke. Im selben Jahr übernahm Apotheker Oliver Teichmann die Traditionsapotheke und entwickelte sie als leistungsstarken Gesundheitsdienstleister in der Region weiter – mit zeitgemäßen Abläufen, moderner Beratung und einem klaren Markenauftritt der „Hof-Apotheken“.

Innenansicht um 1990
ab 2026 Zukunft

Neue Inhaberin – Dr. Parniyan Alamdari

Ab 2026 führt Dr. Parniyan Alamdari die Hof Apotheke Heidelberg als Inhaberin in die nächste Epoche – mit Fokus auf persönliche, verständliche Beratung, digitalem Service (E-Rezept) und einem zuverlässigen Botendienst für Heidelberg. Als erste Frau, die die Hof Apotheke alleinverantwortlich leitet, knüpft sie an die jahrhundertealte Tradition an und richtet den Blick auf die Anforderungen einer modernen Stadtapotheke mitten in der Altstadt.

Dr. Parniyan Alamdari übernimmt zum 01.01.2026 die Hof Apotheken